Zulassung und Richtlinien

Richtlinien und Zulassung

Der BkTD e.V. legt ein Gesamtkonzept vor, welches eine langfristige Qualitätssicherung der Ausbildung zum Tierhomöopathen ermöglicht. Dieses beinhaltet u.a., Ausbildungsrichtlinien für Lehrende und Lernende bereitzustellen, die den europäischen Standards entsprechen. Wir lehnen uns hierbei an die Standards des ECCH (European Council of Classical Homoeopathy) an (Leitlinien des ECCH aus dem Jahr 2000 auf deutsch). Diese Grundlage gewährleistet ein hohes Leistungsniveau der Ausbildung zum Tierhomöopathen und verhilft der Tierhomöopathie zu einem verdienten Statusgewinn.
Therapeuten mit der Zertifizierung über den BkTD e.V. erhalten so einen gesicherten Qualifikationsnachweis.



Bestandteile der Prüfung sind

- die Prüfung in Veterinärmedizin, schriftlich und praktisch
- eine umfassende Facharbeit zur Tierhomöopathie (PDF-Datei Rahmen für die Facharbeit)
- schriftliche Fallanalysen von einem akuten und zwei chronischen Fällen (PDF-Datei Anforderungen Fallanalysen)
- die Prüfung zur Tierhomöopathie, schriftlich und mündlich.

Wir empfehlen eine Teilnahme an Vorbereitungsseminaren zur Facharbeit und Prüfungsvorbereitung.

Für bereits langjährig praktizierende Tierhomöopathen, die die Zertifizierung des BkTD e.V. erhalten möchten, gibt es eine Sonderregelung. Wenn Sie glaubhaft nachweisen können, dass Sie schon 5 Jahre oder länger klassisch homöopathisch praktizieren, bitten wir Sie uns fünf chronische Falldokumentationen aus Ihrer Praxis einzureichen. Wir laden Sie dann zu einem Fachgespräch mit zwei Vertreterinnen unserer Prüfungskommission ein.


Empfohlene Ausbildung:
Die angeführten Inhalte sollten möglichst in einer umfangreichen schulischen Ausbildung erworben werden.
Da der BKTD e.V. ein freier Verband ist, sind auch Autodidakten sehr willkommen.
Voraussetzung für das Bestehen der Prüfungen vor dem BkTD e.V. sind fundierte Kenntnisse in nachfolgend aufgeführten Bereichen:
Der Aufwand für das Erlernen der geforderten Inhalte umfasst ca. 1500 Lerneinheiten á 45 Minuten.

Grundlagen und Theorie der Homöopathie

  • Krankheit und Gesundheit
  • Das Ähnlichkeitsgesetz
  • Die Miasmenlehre Hahnemanns
  • Die Methodik der homöopathischen Arzneimittelprüfung
  • Die Quellen der Materia Medica
  • Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel
  • Darreichungsform (Dosologie)
  • Grenzen der Homöopathie
  • Abgrenzung zu anderen therapeutischen Heilmethoden
  • Erklärung zur Wirkungsweise der Homöopathie und zur Einnahme von homöopathischen Arzneimitteln
  • Erklärung zur Antidotierung von homöopathischen Arzneimitteln und sonstigen störenden Einflüsse
  • Hinweise zu Haltungsbedingungen und artgerechter Tierhaltung
  • Notfallbehandlung
  • Erklärung zur Problematik der Selbstmedikation


Geschichte der Tierhomöopathie und Homöopathie

  • Entwicklung der homöopathischen Lehre
  • Bedeutende Homöopathen des 18.-20. Jahrhunderts


Homöopathische Literaturstudien

  • Samuel Hahnemann
  • Organon
  • Chronischen Krankheiten
  • Allgemeine homöopathischer Fachliteratur (vorzugsweise Primärliteratur)
  • theoretische und methodische Fachliteratur interpretieren mit Blick auf die praktische Umsetzung für die Tierhomöopathie


Methodik der Tierhomöopathie

  • Die Anamnese in Theorie und Praxis
  • Die Fallanalyse, Repertorisation, Hierarchisierung
  • Analysenhilfen
  • homöopathische Gabenlehre
  • Verlaufsdiagnostik


Materia Medica

  • Die Quellen der Materia Medica
  • Herkunft, Toxikologie, Prüfungen der einzelnen Mittel
  • Vergleichendes Materia Medica Studium


Praxisführung

  • Existenzgründung
  • Räumlichkeiten oder Fahrpraxis
  • Terminabsprachen
  • Buchhaltung
  • Versicherungen
  • Werbung


Praxis: Fallbeispiele

  • Bearbeitung von theoretische Fällen
  • Akute Fälle
  • Chronische Fälle
  • Chronisch komplizierte Fälle
  • Epidemische Erkrankungen (Genius Epidemicus)
  • Interkurrente Erkrankungen


Die Beziehung zwischen Tierhalter – Tier - Therapeut

  • Die Wahrnehmung und Beziehung zwischen Tierhalter, Tier und Therapeut in der Anamnese sowie der nachfolgenden weiteren Behandlung